Der Ortler ist mit 3905 Metern Höhe der höchste Berg Südtirols und gilt als eines der beeindruckendsten Wahrzeichen der Ostalpen. Seine markante, schneebedeckte Gipfelkuppe ist bereits aus der Ferne sichtbar und übt auf viele Alpinisten eine besondere Faszination aus.
Diese geführte Zweitagestour auf den Ortler bietet dir ein intensives und anspruchsvolles Hochtourenerlebnis – mit dem großen Vorteil, dass du bereits beim Zustieg zur Hütte optimal betreut wirst und bestens vorbereitet in den Gipfeltag starten kannst.
| Kursnummer | ZTT_OPH_1000_001 |
| Termin | Nach Vereinbarung von Mitte Juni bis Ende September. |
| Dauer | 2 Tag |
| Voraussetzung | Hochtouren- und Gletschererfahrung, Trittsicherheit, sehr gute Kondition für die angegebenen Gehzeiten. |
| Treffpunkt | Um 12.00 Uhr am Parkplatz vom Langensteinlift in Sulden |
| Gruppengröße | 1 – 3 Personen pro Berg- und Schiführer |
| Kondition | |
| Technik | |
| Leistungen |
Zusatzkosten die im Preis nicht enthalten sind und vom Kunden vor Ort bezahlt werden müssen:
Fehlende Ausrüstung ist kein Problem. Über unseren Ausrüstungsverleih kannst du alles Notwendige unkompliziert beziehen. |
| Guides | Wird vor Tourenbeginn bekannt gegeben |
| Ausrüstungsliste | Download PDF |
| Unterkunft | Laut angeführtem Programm |
Der Ortler zählt zu den anspruchsvolleren Gipfelklassikern der Ostalpen und verlangt neben guter Kondition auch Trittsicherheit im Fels sowie sicheres Gehen im steilen Firn und Eis. Die geführte Besteigung erfolgt über die Payerhütte (3029 m), die eindrucksvoll auf einem Grat unterhalb der Ortler-Nordwand liegt.
Bereits am ersten Tag triffst du deinen geprüften Berg- und Skiführer in Sulden und steigst gemeinsam über die Tabarettahütte zur Payerhütte auf. Während des Zustiegs erfolgt eine erste Einschätzung, Ausrüstungskontrolle sowie die gemeinsame Besprechung der Tour, sodass du optimal vorbereitet in den nächsten Tag starten kannst.
Am Gipfeltag beginnt die Tour direkt mit einem ausgesetzten Einstieg über den sogenannten Felsenweg in der Nordwestflanke. Bereits hier sind Trittsicherheit und Konzentration gefragt. Es folgen mehrere Kletterpassagen im Auf- und Abstieg sowie versicherte Stellen, bevor du den bekannten Gratbereich erreichst.
Eine Schlüsselstelle ist der sogenannte „Weiberschreck“ (UIAA III) – ein kurzer, aber markanter Aufschwung, der mit der richtigen Technik gut bewältigt werden kann. Anschließend führt dich die Route über einen ausgesetzten Quergang hinüber zum Gletscherplateau.
Ab hier beginnt der hochalpine Teil der Tour: Mit Steigeisen ausgerüstet und am Seil gesichert steigst du über steile Firn- und Eispassagen in Richtung Lombardi-Biwak auf. Der finale Anstieg erfolgt über einen steileren Firnrücken (ca. 35–40°) hinauf zum weitläufigen Gipfelplateau und schließlich zum höchsten Punkt des Ortlers.
Am Gipfel angekommen erwartet dich ein atemberaubender Rundblick über das Ortlergebiet und die umliegenden Gletscher.
Nach einer wohlverdienten Gipfelrast erfolgt der gemeinsame Abstieg mit dem Bergführer zurück zur Payerhütte. Nach einer kurzen Rast in der Hütte steigst du gemeinsam mit deinem Bergführer weiter ins Tal nach Sulden ab.
Ein großer Vorteil dieser Zweitagestour:
Du wirst bereits ab dem Zustieg zur Hütte professionell begleitet, wodurch du optimal vorbereitet und mit einem sicheren Gefühl in diese anspruchsvolle Hochtour starten kannst.
Diese geführte Gipfeltour auf den Ortler ist ideal für erfahrene Bergsteiger:innen, die eine technisch anspruchsvolle Hochtour mit kombiniertem Gelände aus Fels, Firn und Eis erleben möchten.
1. Tag: Begrüßung und Aufstieg zur Payerhütte (3029 m)
Treffpunkt ist um 12:00 Uhr beim Parkplatz vom Langensteinlift in Sulden (1900 m). Nach einer kurzen Besprechung und Ausrüstungskontrolle geht es zuerst mit dem Sessellift zur K2 Hütte (2350 m). Oben angekommen wandern wir unter der Ortler Nordwand vorbei zur Tabarettahütte (2556 m). Dort können wir vielleicht eine kleine Stärkung zu uns nehmen und anschließend unseren weiteren Aufstieg zu unserem heutigen Tagesziel der Payerhütte (3029 m) fortsetzen. An der Payerhütte angekommen werden wir unsere Schlafplätze beziehen und anschließend beim köstlichen Abendessen die morgige Tour besprechen.
Höhenmeter: ↑ ca. 700 Hm Gehzeit: ca. 3 - 3,5h
2. Tag: Ortler, 3905 m
Nach einer kurzen Nacht, aber einem ausgiebigen Frühstück auf der Payerhütte starten wir sehr früh unser Abenteuer „Ortler“. Zuerst heißt es aber Anseilen, denn der sogenannte „Felsenweg“ in der Nordwestflanke der Tabarettaspitze beginnt bereits an der Payerhütte sehr ausgesetzt. Dieser Weg führt uns über verschiedene Kletterstellen, die im Auf- und Abstieg zu bewältigen sind, zum sogenannten „Wandl“, welches mit Ketten abgesichert ist und uns das Klettern an dieser Stelle deutlich erleichtert. Oben angekommen folgen wir dem Grat, wo sich die technischen Hauptschwierigkeiten befinden, der sogenannte „Weiberschreck“ (3+). Dabei handelt es sich um einen kleinen Aufschwung, welcher unter Anweisung normalerweise locker geklettert werden kann. Der weitere Grat führt uns zu einem längeren Quergang, welcher zum Schluss mit einem Seil versichert ist, welcher uns auf den Gletscher mit einem geräumigen Plateau bringt. An dieser Stelle ziehen wir uns die Steigeisen an und machen eine kurze Pause, bevor wir unseren Aufstieg fortsetzen. Der weitere Aufstieg führt uns normalerweise über Schnee oder Eis in steilen Serpentinen und kurzen Aufschwüngen zum Lombardi Biwak (3316 m). Vom Biwakplatz aus führt unser weiterer Weg über einen steilen Firnrücken (35 – 40°) direkt auf das Gipfelplateau. Haben wir dieses flache Gipfelplateau erreicht, dann müssen wir nur noch den Gipfelhang überwinden, um auf dem Gipfel des Ortlers (3905 m) zu stehen. Am Gipfel angekommen haben wir einen grandiosen Tiefblick über die beeindruckende Landschaft und Bergwelt. Bei einer Rast finden wir sicherlich das eine oder andere neue Ziel in der Ferne welches noch auf unserer Tourenliste steht. Nach dieser Gipfelrast treten wir den Rückweg zur Payerhütte an, wo wir einkehren und uns stärken und auf unsere gelungene Gipfelbesteigung anstoßen können.
Höhenmeter: ↑ ca. 900 Hm ↓ ca. 1600 Hm Gehzeit: ca. 9 - 10,5h
Preisinfo
| Personen | Preis pro Person | Anmerkung |
| 1 Person | € 860,00 | Privatführung |
| 2 Personen | € 455,00 | Privatführung |
| 3 Personen | € 325,00 | Gruppenführung |
Bitte beachten Sie, dass Hochtouren auch bei größtmöglicher Sorgfalt durch Veranstalter, Berg- und Schiführer Risken mit sich bringen, die nicht vollständig ausgeschlossen werden können. Eine Teilnahme erfolgt daher auf eigene Gefahr. Je nach allgemeinen Bedingungen (Bsp. Steinschlag, Lawinen-, Wetterbericht usw.) können sich die einzelnen beschriebenen Tourenabschnitte und Techniken ändern. Bei zu hoher Steinschlaggefahr oder anderen gefährlichen Gegebenheiten behalten wir uns das Recht vor, im Sinne Ihrer Sicherheit eine Tour zu verschieben, abzubrechen oder eine Ersatztour auszusuchen.